Durch eine vielversprechende Operation (SDR) bei Dr. TS Park am Children’s Hospital in St. Louis, Missouri, USA soll er seine Spastizität in den Beinen verlieren um ihm für seine weitere körperlich-motorische Entwicklung bestmögliche Chancen einzuräumen.
Niki ist unser immer fröhlicher Sonnenschein in der Familie, obwohl er einen sehr holprigen Start ins Leben hatte. Aufgrund einer Fruchtwasserüberversorgung (5l Fruchtwasser statt 1,5l) wurde Nikolaus als Zweitgeborener mit seinem eineiigen Bruder Elias in der 30. Schwangerschaftswoche per Kaiserschnitt vor 14 Jahren im Krankenhaus Memmingen geholt. Bis zum 10. Tag war Nikolaus mit seinen 1025 g ein den Umständen entsprechendes fittes Frühchen. In der darauffolgenden Nacht musste er notoperiert und ein künstlicher Ausgang gelegt werden, da er eine NEC (Bildung von lebensbedrohlichen Löchern im Dickdarm) bekam und sich eine 3-wöchige Sepsis bildete. Im Zuge der Infektion und des einhergehenden Sauerstoffmangels erlitt er eine Hirnblutung mit irreversiblen Schädigungen im Gehirn. Nach 10 Wochen wurde Nikolaus mit künstlichen Ausgang und nicht prognostizierbaren Löchern im Gehirn nach Hause entlassen.
Mit 5 Monaten sollte der künstliche Ausgang mit einer angeblichen Routine-OP im Klinikum zurückverlegt werden. Hierbei wurden keinerlei gängige Standards eingehalten und ohne komplette Durchsicht auf Verwachsungen des Dickdarms der künstliche Ausgang zurückverlegt. Nach 3 Wochen ging es nach erneuter Not-Op aufgrund des ärztlich verursachten Darmverschlusses nach Hause. Nikolaus verlies das Krankenhaus mit einem 2. Künstlichen Ausgang, konnte nach der langen Intubation keine Nahrung mehr richtig bei sich behalten und hatte Angst vor jeglicher Berührung (auch vor Mama und Papa).
Der Gewichtsverlust von Nikolaus führte uns dankbarer Weise in die Kinderklinik Dritter Orden in München. Dieses Krankenhaus konnte nach langen Hoffen und Bangen den künstlichen Ausgang unter gesamten Verlust seines Dickdarms zurückverlegen. Damit war die lange Krankenhaus-Odysee seines 1. Lebensjahres mit einer anschließenden bis heute anhaltenden sehr aggressiven Stuhlgangproblematik hinter sich gebracht.
Endlich konnte Nikolaus mit 11 Monaten zu trainieren beginnen. Trotz der anfänglichen ärztlichen Meinung, dass Nikolaus sich nicht einmal krabbelnd fortbewegen wird, hat es Niki durch den anhaltenden Besuch von intensiven Rehabilitationsmaßnahmen in Deutschland und der Slowakei, Physiotherapie (3-4xpro Woche Vojta und Bobath), Ergotherapie, Logopädie, Galileo-Vibrationstraining, Petö, Lokomat-Roboterlauftraining, Brucker-Biofeedback, heilpädagogisches Reiten, Hyperbare Sauerstoffkammer (HBOT), Akkupunktur, psychosomatische Ganzheitstherapie, Myoreflex Therapie, Giger MD geschafft in die Aufrichtung zu kommen und mit 5 Jahren seine ersten Schritte am Walker zu laufen. Zusätzliche zu seinen Therapien nutzt Nikolaus zum Erhalt seiner Beweglichkeit mit sehr viel Freude seinen Framerunner und mit viel Leidenschaft sein Therapiedreirad.
Nikolaus ist ein immer glücklicher 14-jähriger Junge, der in allen Lagen ein Lächeln übrig und immer Freude daran hat Kontakte zu knüpfen. Er besucht seit 2 Jahren eine Waldorfschule mit Schulbegleitung, an dieser Schule gefällt ihm sehr gut, dass das Lernen mit viel Bewegung verbunden wird. In seiner Freizeit fährt er leidenschaftlich gerne mit seinen Therapiedreirad in Begleitung von seinem Onkel oder geht mit seinem Papa und seinen Geschwistern gern zum Schwimmen. Sein größter Wunsch ist es, seine Oma immer selbständig laufend besuchen oder an den selben Aktivitäten teilzunehmen zu können wie sein Zwillingsbruder.
